Impfungen

In Deutschland werden für Erwachsene derzeit folgende Impfungen durch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen:

  • FSME für Zeckenexponierte in FSME-Risikogebieten
  • Hepatitis B bis 18 Jahre und A (infektiöse Gelbsucht) für chronisch Kranke
  • HPV Impfung für Mädchen von 12 bis 18 Jahre
  • Influenza (Virusgrippe) generell für alle (jährliche Impfung)
  • Keuchhusten für alle mit Kontakt zu Neugeborenen und Säuglingen
  • Meningokokken (bakterielle Hirnhautentzündung) bis 18 Jahre
  • Pneumokokken für alle über 60 Jahren und für chronisch Kranke
  • Polio (Kinderlähmung) generell für alle (Auffrischung bis zu 4 Impfungen)
  • Tetanus und Diphtherie generell für alle (Auffrischung alle 10 Jahre)
  • Windpocken für alle Frauen mit Kinderwunsch

Öffentlich empfohlene Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Daneben gibt es eine Reihe von Impfungen, die bei Auslandsreisen notwendig sind.

Gerne beraten wir Sie im Rahmen unserer Reisemedizinischen Beratung.

HPV-Impfung

Das HP-Virus (Humanes Papilloma-Virus) ist verantwortlich für Infektionen der Haut beziehungsweise Schleimhaut.

Daneben ist erwiesen, dass das Virus, vor allem die Hochrisikotypen 16 und 18 des HP-Virus, ein wichtiger Faktor bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinoms) und von Genitalwarzen (Condylomata acuminata) sind.

Eine Impfung ist seit kurzem gegen die beiden Hochrisikotypen möglich.

Die Impfung besteht aus drei Dosen, die jeweils zum Zeitpunkt 0, dann zwei und sechs Monate später intramuskulär – in den Muskel – verabreicht werden. Wie lange der Impfschutz anhält, ist noch nicht eindeutig geklärt, fünf Jahre gelten jedoch als sicher.

Wer und wann sollte geimpft werden?

  • Die Impfung wird bei Mädchen zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr durchgeführt (bestenfalls vor dem ersten Geschlechtsverkehr, um eine Infektion mit den Erregern zu vermeiden)
  • Weiterhin können auch Jungen im gleichen Alter geimpft werden (Vermeidung der Übertragung)
  • Frauen bis zum 25. Lebensjahr sollten ebenfalls vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft sein (bei Mädchen über 17 Jahre ist die Impfung jedoch keine Kassenleistung)
  • Lebenspartner von Personen mit Genitalwarzen
  • Personen mit sexuell-übertragbaren Erkrankungen wie beispielsweise HIV
  • Frauen nach einer überstandenen Infektion mit dem HP-Virus, um eine Reinfektion zu vermeiden

Wer sollte nicht geimpft werden?

  • Personen, die gerade eine Infektionskrankheit wie beispielsweise Influenza (Grippe) durchmachen

Nebenwirkungen/ Impfreaktionen

  • Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt

Trotz der Impfung sollte auf eine regelmäßige Krebsvorsorge durch den Frauenarzt nicht verzichtet werden, da die Impfung keinen vollständigen Schutz gegen das Zervixkarzinom erzeugen kann.